Ohr'n'Schmaus & Ohr'n'Graus: die Plattenkritiken

BAD BONE JUNCTION : 1000 miles (8/10)

 

1. Son of 666 (8/10)

2. Banks of the river (10/10)

3. 1000 miles (8/10)

4. Born to Rock and Roll (7/10)

5. Breakaway (5/10)

6. Donegal Danny (8/10)

7. Don't think twice (9/10)

8. Hot Roddin (6/10)

9. Loch Lomond (8/10)

10. Natural Born Looser (9/10)

11. Restless through the night (6/10)

12. She's my Baby (7/10)

13. Telephone call (8/10)

 

 

"Rockabilly Reloaded" nennen Marcus Köver (voc, git, harp), Heiko Marquardt (bass, voc) und Jan Bruns (drums, voc) ihre seit 1991 handgemachte und in all den Jahren inzwischen subtil verfeinerte, treibende Spielart des Rock'n'Roll, in der sich Rockabilly wie selbstverständlich mit Hard Rock, Irish Folk und Country vermählt. Wer das Glück hatte, die drei live zu sehen kann daher kaum glauben, dass "1000 miles" (erschienen 2014) erst das erste Album des Trios aus Monheim ist.

 

Die Songs: wie ein Sturzbomber nach vorne prescht das bitterböse "Son of 666", ehe mit "Banks of the river" und "1000 miles" zwei absolute Highlights des blues- und countryorientierten Gitarrenrock folgen. Ob eher klassischer Rock'n'Roll und Rockabilly ("Born to Rock'n'Roll", "She's my Baby", "Telephone call"), trinkfester Irish Folk à la Pogues ("Donegal Danny", "Loch Lomond") oder das rundum gelungene Dylancover "Don't think twice": jeder Song strotzt nur so vor Energie und spiegelt die ungemeine Livequalität der Band auch in den Studioaufnahmen wider. 

Der Klang: druckvoll und roh aber klar. Schön auch die Pubatmosphäre bei den Irish Folk Songs, und die Instrumentierung (Celesta und Akkordeon) bei "She's my Baby".

Die Aufmachung: schlicht aber schlüssig. Schönes Cover, ausdrucksvolle Bandfotos, kein Schnickschnack. Gelungen.

 

Fazit: kraftstrotzendes Studiodebut einer rundum sympathischen Band

 

Für: alle, die schweißtreibenden Rock'n'Roll in seinen ursprünglichen Spielarten mögen, Whiskytrinker, Pickupfahrer & Mofarocker

 

Anspieltipps: Banks of the river, Natural born looser, Don't think twice

 

 

 

 

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© Carsten Neifer